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Die “Sa Cova d‘en Cama” rettete einem Pfarrer im Bürgerkrieg das Leben

Die kleine Felsnische am Fuße des Parador ist den Baggern für die neue Tiefgarage zum Opfer gefallen

Den Bauarbeiten an der Tiefgarage des Parador de Ibiza ist eine Höhle zum Opfer gefallen, in die ein Priester im spanischen Bürgerkrieg flüchtete, um als einer der weniger Überlebenden 1936 dem Massaker auf der Burg zu entkommen. 

Vicent Ferrer Guasch ist eine der Schlüsselfiguren in der Geschichte der Kirche von Sant Joan. Als Gemeindepfarrer von 1949 bis 1975 bezahlte er aus eigener Tasche die Arbeiten auf dem Kirchplatz, wo seit 2007 eine Skulptur an seine Figur erinnert. Er war einer der wenigen Überlebenden der Massenerschießung auf der Burg von Dalt Vila. Von Kugeln verwundet, versteckte er sich damals in der inzwischen verschütteten Höhle.

„Er war nicht sehr diplomatisch, charakterstark und streng, aber auch sehr freundlich, ehrlich und kultiviert.“ So erinnert sich Joan Marí Riera an seinen Großonkel und an dessen Zeit als Pfarrer in Sant Joan de Labritja. 

Vicent, 1906 als letztes von neun Geschwistern geboren, war nicht der einzige in der Familie, der sich dem Priestertum widmete. Seine Bruder Pep, 19 Jahre älter als er, wurde 1917 zum Pfarrer der Kirche von Sant Elm ernannt. 

„Er hat mir gesagt, ich soll auch Priester werden“, scherzt Joan, als er am Fuße der Mauer an derselben Stelle steht, die sein Großonkel so oft beschrieb. “Sehen Sie das Gerüst? Von dort oben sprang Vicent, um zu fliehen”, erzählt er und zeigt auf die hohe Festungsmauer der Baluarte Sant Jordi.

Nun haben Bagger die Höhle zerstört, die viele Menschen aufgrund der Überlebensgeschichte des Priesters als “Sa Cova d’en Cama” kannten. Sein Bruder Pep hatte weniger Glück. 

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Text: inn / Fotos: EEF/DDI
Copyright: Ibiza Kurier – Die deutsche Zeitung für Ibiza und Formentera 

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