Eine Kolumne zwischen OM und OMG: “Ich optimiere, also bin ich!”
Über spirituelle Side-Effekte und ein Leben zwischen Klangschalen und Chaos
Willkommen in Saendys Welt, wo Tinder-Dates auf Tarotkarten treffen, Mondphasen den Kalender regieren und Selbstfindung manchmal nach Pommes schmeckt.
Unsere Kolumnistin Sandra Traut geht der Frage nach, wie man zwischen Klangschalen und Chaos bei sich selbst ankommt. Es sind Geschichten über Selbstfindung und Sand im Getriebe.
Kolumne #2: “Ich optimiere, also bin ich!”
Die Kassiererin zieht gerade meine Gurke übers Band und dieser schrille, uns allen viel zu vertraute Piepton erklingt, als es passiert.
Ein kleiner Junge, vielleicht fünf, starrt mich mit großen Augen an und fragt laut: “Warum bist du traurig?”
Seine Mutter wird rot, ich auch, aber aus einem anderen Grund. “Ich bin gar nicht traurig”, sage ich, “ich hab’ nur kein Makeup drauf.”
Er mustert mich nochmal. “Achso. Meine Mama sieht so aus, wenn sie weint.”
Stille.
Ich packe meine Bio-Gurke ein, als wäre sie mein letztes bisschen Würde.
Willkommen im Zeitalter der gefilterten Gesichter, wo “natürlich schön” bedeutet, dass du zwölf Produkte in vier Schichten aufgetragen hast und trotzdem so tust, als wärst du gerade frisch aus einem achtsamen Morgenspaziergang gestolpert.
Früher wollte ich einfach nur glücklich sein. Heute will ich glücklich, gesund, ausgeglichen, produktiv, glowing, schlank, stark, sexy, erfolgreich, liebevoll, selbstbewusst und innerlich komplett geheilt sein, und zwar vor 9 Uhr.
Davor war ich natürlich noch beim Breathwork, habe mein Nervensystem reguliert, meine Chakren
geölt und 108 Mal “Ich bin genug” ins Universum geflüstert, während ich Hafermilchschaum aufgeschlagen habe. Mit Liebe, versteht sich. Ibiza ist voll von diesen Leuten.
Einer liest dir deine Aura beim Cappuccino, die andere verkauft Kakao-Zeremonien to go. Ich liebe sie alle. Ich habe nichts gegen Weiterentwicklung, schließlich arbeite ich ja selbst mit Tools, Coachings, Journals und Retreats.
Aber es gab auch die Zeit, in der ich mich irgendwo zwischen “Glow Up” und “Inner Work” selbst mal kurz verloren habe – in einem Meer aus Selbsthilfebüchern, Schattenarbeit und Morgenroutinen, die länger dauerten als mein Arbeitstag.
Weißt du, was mir letztens wirklich geholfen hat?
Ein Sonnenuntergang in San Antonio. Kein Mantra, kein Mentor. Nur ich, meine Schweißflecken, eine Limo in der Dose und ein paar sandige Gedanken.
Ich habe nicht manifestiert. Nicht meditiert.
Ich hab einfach nur… geguckt. Und war.
Nennen wir das Kind doch mal beim Namen:
Mein größter Durchbruch war, als ich erkannt habe, dass ich schon gut bin.
Nicht perfekt, aber auf der Reise.
Nicht auf dem Weg zum Ideal, sondern zurück zu mir.
Ich habe versucht, zu meditieren, zu journalen, zu breathworken und zu affirmieren, und dann hab’ ich einfach geheult, Netflix angemacht und eine Packung Toffifees gegessen.
Und vor allem hab’ ich mich gefragt: War das jetzt ein Rückfall oder radikale Selbstannahme?
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