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Patrouillenboot ”Río Segura” der Guardia Civil überwacht die Pityusen-Gewässer

Zwei Migranten wurden positiv auf Corona getestet – Die Aufnahmelager auf dem Festland sind zu

Seit August liegt das Patrouillenboot Río Segura, das Flaggschiff des Servicio Marítimo der Guardia Civil, im Hafen von Ibiza.

Seine Ankunft auf den Pityusen hatte sich wegen des großen Zustroms von Migrantenbooten im Juli in den Gegenden von Murcia und Almería einige Tage verzögert. 

Die Hauptaufgabe der Rio Segura ist es, die illegale Einwanderung zwischen der algerischen Küste und den balearischen Inseln sowie die Drogentransporte aufzuhalten. Die Gestade Ibizas und Formenteras sind ein beliebtes Ziel für Menschen-Schleuser, weil die Pitysen eine EU-Außengrenze darstellen. 

Doch auch zu anderen Einsätzen wurde die Besatzung schon gerufen, etwa am 22. August zur Rettung von 18 Personen von der kenternden Alatna drei Seemeilen vor Punta Pedrera.

Nur wenige Tage nach ihrer Ankunft erwischte die Patroullie die ersten sechs Boote mit Migranten, zwei davon in pityusischen Gewässern. Besonders überwacht die Río Segura das Meer südlich von Formentera, um ankommende Schiffe sofort abfangen zu können. 

Die Behörden sind auf die Ankunft weiterer Schlepper-Boote dieses Typs vorbereitet, obwohl es eine gute Zusammenarbeit mit der algerischen Polizei gibt, die dafür sorgt, dass sie gestoppt werden, bevor sie mit ihrer menschlichen Fracht die Segel gen Spanien setzen. 

Von den 22 Einwanderern, die von der Zivilgarde im Verlauf von nur einem Tag ohne Papiere in der Nähe von La Mola auf Formentera abgefangen wurden, waren laut der durchgeführten PCR-Coronatests zwei “positiv”. Sie wurden unter der Aufsicht der Gesundheitsbehörden isoliert.

Aufgrund der gegenwärtigen Umstände sind die Ausländer-Internierungszentren (CIE) auf dem Festland geschlossen, so dass eine Unterbringung dort oder eine Rückführung in das Herkunftsland “derzeit nicht durchgeführt werden kann”, berichtete der Diario de Ibiza

Nachdem es in den letzten Woche immer wieder zu einem Katz und Maus-Spiel zwischen Polizei und Migranten gekommen war, etwa im Wäldchen von Es Canar, versuchen die Behörden, sie zu fassen, bevor sie das Land erreichen.

Das Patrouillenboot liegt normalerweise in seinem Heimathafen in Las Palmas auf Gran Canaria. Es wurde am 9. Dezember 2010 eingeweiht und ist mit allen erforderlichen technischen Mitteln zur Wahrnehmung seiner Aufgaben ausgestattet. Mit seiner Länge von 73 Metern hat es eine Reichweite von mehr als 9.000 Meilen. Das entspricht einem Monat Seefahrt, ohne eine Station zum Nachtanken anlaufen zu müssen.

Text: die / Fotos: DDI

Copyright: Ibiza Kurier – Die deutsche Zeitung für Ibiza und Formentera 

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