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Statt wilder Feierei an Halloween innere Einkehr und Zwiesprache üben

An Allerheiligen ist die Wand zum Jenseits dünner als sonst

Ibiza weiß zu Feiern und normalerweise sind die Halloween-Partys ein Schaulaufen der gruseligsten Monster, Zombies, fiesen Hexen und anderen grauenvollen Gestalten. 

Die Maskenträger müssen dieses Jahr jedoch zuhause bleiben, denn Veranstaltungen dieser Art sind auf Ibiza größtenteils auf Eis gelegt. Normalerweise sind die legendären Halloween-Partys im Hostal Salinas, im Pikes oder im Bambuddha Grove ausschweifende Orgien an Kreativität und ausgefallenen Outfits, wo viel gelacht und getanzt wird. 

Die dunklen Gestalten haben dieses Jahr Hausarrest. So können wir die Gelegenheit nutzen, uns einmal mit den wahren Ursprüngen dieser rituellen Nacht zu beschäftigen. Sich als Dämon oder Gespenst zu verkleiden schwappte als Massentrend nämlich erst in den letzten Jahren im Zuge der Kommerzialisierung dieses Events über den großen Teich von Nordamerika nach Europa. 

Die Tradition basiert jedoch auf einem alten nordeuropäischen, nämlich keltischen Fest: Samhain. In dieser Nacht zündeten die Menschen Lagerfeuer an und trugen Masken, um Geister abzuwehren. Im 8. Jahrhundert erklärte Papst Gregor III. den 1. November als einen Tag, die Heiligen zu ehren, worauf Allerheiligen entstand, welches einige der Traditionen von Samhain übernahm. 

Es gilt als eine gute Zeit, sich mit den Ahnen zu verbinden. Nach altem heidnischen Glauben leben die Seelen der Verstorbenen um uns und an Samhain in die Trennwand zwischen dem Diesseits und dem Jenseits besonders durchlässig. Wer kein Feuerritual durchführen kann oder möchte, kann im Gedenken an die “Geister” auch einfach einige Kerzen aufstellen.

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Text: inn / Fotos: Pixelio
Copyright: Ibiza Kurier – Die deutsche Zeitung für Ibiza und Formentera