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Wespen essen auch Fleisch, Bienchen nur Blumen – Großer Unterschied, aber Stich kann in beiden Fällen schmerzhaft sein

Großer Unterschied, aber Stich kann in beiden Fällen schmerzhaft sein

Strahlender Sonnenschein und blühende Blumen – der Frühling ist auf Ibiza angekommen. Mit ihm werden auch Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und Wespen aktiv.

Manche fliegenden Genossen sind nicht jedermanns Sache, denn sie können stechen. Dabei sind es meistens die Wespen, die ihre Waffe einsetzen. Aus Unkenntnis wird jedoch oft der Biene der Schwarze Peter zugeschoben.

Häufig passiert es nämlich, dass die beiden Arten verwechselt werden. Doch gibt es Merkmale, mit denen sie schnell zu unterscheiden sind.

Auf den ersten Blick sind beide Insekten schwarz und gelb. Wespen sind an ihren leuchtenden gelb-schwarzen Streifen und an ihrer schlanken Figur, der “Wespentaille”, zu erkennen. Der Körper einer Biene hingegen ist deutlich pummeliger, rundlicher und flauschiger. Wespen haben im Gegensatz zu Bienen keine Härchen. Durch diese wirken Bienen eher bräunlich als gelb. Beide lassen sich auch an der Art des Fliegens unterscheiden: Wespen sind deutlich schneller, aggressiver und zickzackmäßig unterwegs, während Bienen eher gemütliche, runde und langsame Flugbewegungen machen. 

Die beiden unterscheiden sich auch in ihren Lieblingsspeisen. Wespen ernähren sich nicht nur wie die Honigbiene rein vegetarisch von süßen Pflanzensäften und Nektar, sondern gehen auch an Fleisch und Fisch. Deshalb stürzen sie sich gerne auf das Essen der Menschen oder jagen und fressen andere Insekten wie Fliegen, Raupen, Heuschrecken – aber auch Bienen.

Einige Menschen fürchten sich vor den kleinen Insekten, denn sie können schmerzlich stechen. Wespen sind sogar in der Lage, mehrmals zuzustechen. Sie benutzen ihren Stechapparat zur Jagd, Bienen nur zur Verteidigung. Deshalb dosieren sie ihr Gift auch geringer als Bienen. 

Bienen injizieren ihr gesamtes Gift mit einem Stich. Daher ist der Bienenstich grundsätzlich schmerzhafter. Sie stirbt im Anschluss, denn die Widerhaken des Stachels bleiben in der menschlichen Haut stecken, und bei dem Versuch, ihn zu entfernen, reißt ein Teil des Hinterleibs ab. Da sie das wissen, setzen sie ihre Waffe nur zur absoluten Notwehr ein, wenn sie sich oder ihren Honigstock bedroht sehen. 

Untereinander können sie sich problemlos stechen. Bienen sind von Natur aus nicht aggressiv. Deshalb sollten sich Menschen immer ruhig verhalten, wenn ihnen eine Biene zu nahe kommt. Sie ist vielleicht einfach nur neugierig oder mag das Parfüm, das man an diesem Tag trägt. 

Auch kann man schnell mit einer Blume verwechselt werden, trägt man etwa ein gelbes, farbenfrohes Kleid. In den meisten Fällen ist ein einzelner Stich nicht gefährlich. Es sei denn, man ist Allergiker. Lebensbedrohlich werden erst über hundert Stiche. Wird ein Mensch im Kopf- und Halsbereich gestochen, muss er sofort ärztlich behandelt werden. Durch das Anschwellen droht Erstickungsgefahr. 

Ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung reagiert allergisch auf Insektenstiche. Diese Reaktion kann tödlich verlaufen.

Wespen und Bienen sind beides Insekten, die Staaten bilden. Innerhalb dieser organisieren sie sich und teilen ihre Arbeit. Beide Arten haben eine Königin, Arbeiterinnen und Drohnen. Ein Wespenstaat zählt bis zu 7.000 Tiere und besteht für einen Sommer. Es überwintern nur die begatteten Jungköniginnen, um im nächsten Jahr ein neues Nest zu bauen und einen neuen Staat zu gründen. Die übrigen Wespen sterben im Herbst. 

Ein Bienenvolk hingegen besteht aus 40.000 bis 60.000 Insekten, die mehrere Jahre im selben Bienenstock wohnen. Die Königin überwintert zusammen mit einem Teil der Arbeiterinnen, die im nächsten Jahr mit der Brutpflege anfangen. Die Bienenkönigin wird bis zu drei Jahre alt. Eine Wespenkönigin stirbt bereits nach einem Jahr.

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Text: as / Fotos: Stockfoto/Symbolfoto
Copyright: Ibiza Kurier – Die deutsche Zeitung für Ibiza und Formentera 

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