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Notlandung eines F35-Kampfjets der US Air Force auf Ibiza

Panne bei Manöver im Mittelmeer? Not-Stopp am Flughafen Es Codolar wegen defekten Fahrwerks  

Ein Kampfjet der neuesten Generation sorgte im Juni für einige Tage auf dem Flughafen von Ibiza für große Augen.

Geparkt in einer Reihe zwischen zivilen Privatjets und Hubschraubern wirkte er wie ein wildes Tier, das auf der Lauer liegt und jeden Moment aufspringen kann, um anzugreifen. Doch im Gegenteil – mehrere Tage rührte sich der Eisenvogel keinen Meter von der Stelle. 

Die Lockheed Martin F-35 ist ein modernes amerikanisches Jagdflugzeug, das auch an die Luftstreitkräfte einiger europäischer Länder und auch Marokko verkauft wurde. Flughafenbetreiber AENA hielt sich mit Informationen zurück und meldete weder den Ursprung des Flugzeugs noch wie lange es auf ibizenkischem Boden bleiben würde.

Als Grund für die Landung wurden technische Probleme angegeben. Die sich daraus ergebenden Gerüchte reichten von plattem Reifen, Spritmangel bis Fahrwerkproblemen. Was war der Grund für den Aufenthalt der der F-35 Lightning II der US Air Force auf Ibiza? In den sozialen Netzwerken überschlugen sich die Vermutungen, immerhin herrscht in letzter Zeit sehr starker militärischer Marine- und Luftverkehr über dem Mittelmeer. 

Die Landung geschah nachts, aber der Pilot verließ sein Gefährt erst am folgenden Nachmittag, als ein Hubschrauber der Royal Navy mit Soldaten und Ausrüstung eintraf. Bis dahin sah man ihn unter dem Flugzeug hantieren oder stundenlang zwischen den Rädern sitzend.

Auf dem Twitter-Account von „Controladores Aéreos“ wurde ein Foto des Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeugs auf der Landebahn neben einem Flughafenlöschwagen veröffentlicht. 

Ein Nutzer wies darauf hin, dass die Reifen zum Zeitpunkt seiner Ankunft auf Ibiza in einem guten Zustand waren, was auch ein Foto auf dem Account ReinaldoDMM zeigt. Ein Foto mit Platten hingegen findet sich auf dem Twitter-Account von makutis86.

Laut Diario de Ibiza war das Problem des US-Jägers, einer der modernsten der nordamerikanischen Luftstreitkräfte, ein Defekt am Fahrwerk. Offenbar war ein Missgeschick passiert, als er auf dem Flugzeugträger „HMS Queen Elizabeth“ der britischen Royal Navy landen wollte, der aktuell an Manövern im Mittelmeer teilnimmt. 

Eine Woche später bestieg der Pilot das Cockpit, startete die Triebwerke, rollte bis zum Ende der Landebahn von Es Codolar und hob unter lautem Gebrüll ab.

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Text: Friederike Diestel / Fotos: DDI
Copyright: Ibiza Kurier – Die deutsche Zeitung für Ibiza und Formentera 

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