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Virologe Javier Cantón: Meerwasser macht das Coronavirus “unschädlich”

Äußerlich ein Jungbrunnen für die Haut, innerlich sorgt es für Hygiene im Rachenraum

Die Strände Ibizas präsentieren sich im September von ihrer schönsten Seite. Ein Sprung ins Meer erfrischt, verjüngt, belebt – und macht gesund. 

Das Bad in den Wellen vertreibt nicht nur trübe Gedanken, sondern ist gleichzeitig ein Jungbrunnen für den gesamten Organismus. Nicht umsonst werden in Kurorten Solebäder verschrieben. Ibiza darf getrost als “Heil-Insel” bezeichnet werden, ist sie doch umgeben von Wasser, dem Lebenselixier schlechthin. 

Viele schwören auf den gesundheitlichen Nutzen von Salz- bzw. Meerwasser. Äußerlich, aber auch bei der innerlichen Anwendung entfaltet die kristalline Lösung ihre Kraft (wenn auch dringend davon abgeraten wird, größere Mengen davon zu trinken!). 

Der deutsche Heilpraktiker Bernhard Scheida empfiehlt: “Jeden Tag die Fingerspitze ganz leicht in ibizenkisches Salinensalz tippen und dieses im Mund zergehen lassen!” Das liefert dem Körper “alle, aber wirklich alle benötigten Mineralien und Spurenelemente”. 

Anwendungsmöglichkeiten gibt es auf Ibiza zur Genüge, aber das Meer wirkt auch im heimischen Badezimmer – zum Beispiel als Mundspülung zur Prophylaxe der Zahngesundheit. 

Meerwasser sorgt für Hygiene im Mund- und Rachenraum, wirkt entzündungshemmend und lindernd – sogar bei akuten Schmerzen an Zähnen und Zahnfleisch. 

Bei Schnupfen kann man sich für unterwegs ein Meerwasser-Nasenspray ganz einfach selbst abfüllen. Das Gurgeln mit einer salzhaltigen Wasserlösung verhindert Ansteckungen in der Erkältungszeit. 

Wer regelmäßig die Nase damit durchspült, hält die Schleimhäute in Schuss – die wichtigste Barriere gegen das Eindringen von Krankheitserregern. 

Im Mai veröffentlichte das Mallorca Magazin einen Bericht unter dem Titel: “Meerwasser zerstört offenbar Hülle vom Coronavirus”. Es könne den Keim „deaktivieren“, wird Javier Cantón, Virologe an der Autónoma-Universität in Madrid, darin zitiert. 

Zwar gäbe es noch nicht genügend Studien, die seine These wissenschaftlich untermauern, doch den bisherigen Erkenntnissen zufolge “durchbricht das Salzwasser die Hülle des Virus” und macht es “unschädlich”. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen Experten in den USA.

Seit vielen Jahren schwört Judith Bermudo Martinez auf die Vorteile und Eigenschaften von Meerwasser: “Ich trinke jeden Tag ein Schnapsglas davon in einem Glas Trinkwasser aufgelöst. Ich fülle es mir in kleine Flaschen ab, wenn wir mit dem Boot rausfahren”, berichtet die Ibizenkerin. 

Das Meerwasser von Ibiza sei sehr salzig, weil es “einen besonders hohen Gehalt an Magnesiumchlorid” hat, welches für die Zellgesundheit unerlässlich ist. 

Judith kennt auf der Insel Viele, die ebenfalls – in winzigen Dosen – Meerwasser zu sich nehmen, etwa “um eine Angina zu heilen, ihren Krebs zu bekämpfen oder zur Gewichtsabnahme.” 

Die heilenden Eigenschaften sind unzählig. Äußerlich wirkt das Salz entzündungshemmend, löst abgestorbene Hautschuppen und zieht Flüssigkeit aus entzündeter Haut. Durch den Salzgehalt des Meerwassers wird sie beim Baden gründlich aufgeweicht und gereinigt. 

Die Salzpartikel entfernen tote Materie und heilen Hautverletzungen und -unreinheiten wie Akne und Neurodermitis. Auch enthält die Luft am Meer viel Feuchtigkeit, was sich ebenfalls positiv auf trockene und raue Haut auswirkt.

“Ich kann nicht sagen, was die richtige Tagesdosis ist, aber ich habe Meerwasser in meine tägliche Ernährung aufgenommen und nutze es auch in der Küche”, sagt Judith. Nicht nur verbessere es den Geschmack der Mahlzeiten, auch ihre Gelenkschmerzen seien “komplett weg”. Sie verdankt dem ibizenkischen Meersalz eine Menge Lebensqualität: “Ich kann wieder tanzen gehen, ohne dass mir die Knie weh tun.”

Gelenke und Muskeln profitieren auch beim Planschen, denn das Salzwasser enthält das Mineral Bromid, das für seine schmerzstillende Wirkung bekannt ist. Meerbäder sind zudem ein bewährtes Mittel bei Allergien, Erkältungskrankheiten und Verdauungsbeschwerden.

Ein kurzer Sprung in die Fluten hat auch deshalb eine hochgradig belebende Wirkung, weil beim Schwimmen mehr Blut aus dem unteren Körperteil in Richtung Bauchregion fließt und mehr Sauerstoff hoch zum Gehirn schiebt.

Text: die / Fotos: Pixabay

Copyright: Ibiza Kurier – Die deutsche Zeitung für Ibiza und Formentera 

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